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Was ist ein Netztrennschalter?

Michael Hitz |

Ein Stromerzeuger kann ein Gebäude zuverlässig mit Energie versorgen – aber nur, wenn er richtig eingebunden ist. Genau hier kommt der Netztrennschalter ins Spiel. Er sorgt dafür, dass Ihr Haus entweder am öffentlichen Stromnetz oder am Stromerzeuger hängt – niemals an beiden gleichzeitig.

Für viele Hausbesitzer ist der Netztrennschalter zunächst nur ein „Umschalter“. Technisch betrachtet ist er jedoch ein zentrales Sicherheitselement jeder Gebäudeeinspeisung.

Warum brauche ich einen Netztrennschalter?

Wenn ein Stromerzeuger ein Haus versorgen soll, darf keine Verbindung zum öffentlichen Netz bestehen. Andernfalls kann:

  • Strom in das Netz zurückfließen (Rückspeisung)

  • Lebensgefahr für Netzmonteure entstehen

  • der Generator beschädigt werden

  • die Hausinstallation Schaden nehmen

Ein Netztrennschalter – auch Netz-Generator-Umschalter genannt – verhindert genau das.

Er stellt sicher, dass:

  • Stellung 1 → Haus am öffentlichen Netz

  • Stellung 0 → alles getrennt

  • Stellung 2 → Haus am Stromerzeuger

Diese mechanische Trennung ist zwingend erforderlich, wenn eine Gebäudeeinspeisung vorgesehen ist.

Netztrennschalter könen Sie bei SEVbeziehen: https://sev-stromerzeuger.com/collections/netztrennschalter


Was ist ein Netz-Generator-Umschalter technisch?

Ein Netztrennschalter ist ein mechanisch verriegelter Umschalter, der:

  • alle aktiven Leiter (L1, L2, L3 und ggf. N) trennt

  • eindeutig zwischen Netz- und Generatorbetrieb umschaltet

  • eine gleichzeitige Verbindung ausschließt

Er ist also kein normaler Lichtschalter, sondern ein speziell ausgelegtes Schaltgerät für Ersatzstrombetrieb.


Aufbau eines Netztrennschalters

Ein typischer Umschalter für Einfamilienhäuser besteht aus:

  • Umschaltmechanik (Handhebel oder Drehgriff)

  • Kontaktpaketen für die Außenleiter

  • Neutralleiter-Schaltkontakt (je nach Ausführung)

  • klarer Positionsanzeige

  • Gehäuse für Hutschienen- oder Wandmontage

Wichtige Merkmale:

  • mechanische Verriegelung (kein Überlappen der Kontakte)

  • ausreichende Stromtragfähigkeit (z. B. 40 A, 63 A, 100 A)

  • definierte Schaltstellung 0 (Trennstellung)


Wie wird die Erdung durchgeschleift?

Ein entscheidender Punkt ist der Schutzleiter (PE).

Grundsätzlich gilt:

  • Der Schutzleiter wird nicht geschaltet.

  • Er wird dauerhaft durchverbunden („durchgeschlauft“).

Das bedeutet:

  • PE vom Netz

  • PE vom Generator

  • PE zur Hausverteilung

liegen auf einer gemeinsamen Schutzleiterklemme.

Der Schutzleiter darf nicht über den Umschalter geführt werden, da sonst die Schutzfunktion unterbrochen werden könnte.


Wie schließe ich einen einphasigen Generator an ein Haus mit drei Stromkreisen an?

Das ist eine sehr häufige Praxisfrage.

Situation:

  • Haus hat 3-phasige Einspeisung (L1, L2, L3)

  • Generator liefert nur 230 V einphasig

Lösung:

Der einphasige Generator speist eine Phase ein, die auf die gewünschten Stromkreise verteilt wird.

In der Praxis gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Notstromkreis definieren (empfohlen)

Es wird ein separater Notstrom-Unterverteiler eingerichtet, der:

  • Heizungssteuerung

  • Kühlschrank

  • Licht

  • Router

  • einzelne Steckdosen

versorgt.

Nur diese Stromkreise werden im Generatorbetrieb aktiviert.


2. Phasenzusammenführung (nur durch Fachbetrieb)

Bei kleineren Anlagen kann die eingespeiste Phase auf mehrere Hausphasen gebrückt werden. Das darf jedoch ausschließlich von einer Elektrofachkraft geplant und umgesetzt werden, da:

  • Strombelastbarkeit beachtet werden muss

  • Neutralleiter korrekt dimensioniert sein muss

  • Schutzmaßnahmen eingehalten werden müssen

Ein einphasiger Generator kann kein echtes Drehstromnetz ersetzen. Drehstromverbraucher (400 V) bleiben im Generatorbetrieb außer Betrieb.


Warum ist ein Netztrennschalter zwingend erforderlich?

Ohne Netztrennschalter kann es zu:

  • gefährlicher Rückspeisung

  • Überlastung des Generators

  • unkontrollierten Spannungsverhältnissen

  • Schäden an der Hausinstallation

kommen.

Die sichere Trennung zwischen öffentlichem Netz und Generator ist elementar für:

  • Personenschutz

  • Geräteschutz

  • normgerechte Installation


Manuell oder automatisch?

Es gibt zwei Grundvarianten:

Manuelle Umschalter

  • robust

  • kostengünstig

  • einfache Technik

  • Bedienung durch Nutzer erforderlich

Ideal für Einfamilienhäuser oder Betriebe mit seltenem Notstromfall.


Automatische Netzumschalter (ATS)

  • starten Generator automatisch

  • erkennen Netzausfall

  • schalten selbstständig um

Eher im professionellen Bereich oder bei sicherheitskritischen Anwendungen üblich.


Weitere wichtige Hinweise aus der Praxis

  • Der Umschalter muss für die maximale Stromstärke des Hausanschlusses ausgelegt sein.

  • Neutralleiter-Schaltung muss korrekt geplant werden.

  • Generatorleistung muss zur abgesicherten Hausinstallation passen.

  • Einspeisesteckdose und Netztrennschalter müssen eindeutig gekennzeichnet sein.

  • Installation ausschließlich durch Elektrofachkräfte.


Typische Fehler

  • Einspeisung über Steckdose („Rückwärts-Einspeisung“)

  • fehlende Neutralleiter-Schaltung

  • falsche Dimensionierung

  • kein definierter Notstromkreis

  • ungeeigneter Generator für die Hausgröße


Fazit

Ein Netztrennschalter ist das zentrale Sicherheitselement jeder Gebäudeeinspeisung. Er sorgt dafür, dass Ihr Haus entweder am öffentlichen Netz oder am Stromerzeuger betrieben wird – niemals an beiden gleichzeitig.

Ob einphasiger Inverter, Dieselaggregat oder größere Netzersatzlösung: Erst mit einem korrekt installierten Netz-Generator-Umschalter wird aus einem Stromerzeuger eine sichere Notstromversorgung.

Gerne beraten wir Sie bei SEV, welcher Netztrennschalter zu Ihrem Aggregat, Ihrer Hausinstallation und Ihrem Leistungsbedarf passt. Gemeinsam finden wir die passende Lösung – sicher, praxisgerecht und zuverlässig.

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